"Sag mal was auf Französisch"

Motivationsbesuch für die Sprache des großen Nachbarlandes mit France-Mobil an der Realschule

Ob Französisch die richtige Entscheidung bei der anstehenden Wahl der Pflichtwahlkurse im kommenden Schuljahr ist? Die Schüler der drei 5. Klassen an der Realschule haben jetzt eine gute Entscheidungsgrundlage, denn das France-Mobil war zu Gast in ihrer Schule.
Dissen. Nach jeweils einer Schulstunde mit Guilhem Arnould, einem jungen Franzosen aus Le Mans, haben die Kinder nun zumindest eine Ahnung, wie sich Französisch anhört und wie man es ausspricht.
Mit einfachen Mitmachspielen zog der 26-jährige France-Mobil-Lektor die Schüler in den Bann der unbekannten Sprache. Wer eine 1 würfelte, sagte seinen Namen, natürlich eingeleitet durch das französische „je m’appelle“, bei einer 2 gab er seinen Wohnort preis („j‘ habite a“) und bei einer 3, was zunächst zu lautem Gelächter führte („j’aime“) seine Vorlieben. Schnell war das Eis gebrochen, jeder kam einmal dran und erprobte, wie die eigene Zunge mit den französischen Lauten zurechtkommt. Bei einem Wettspiel zwischen den Gruppen der „Croissants“ und der „Baguettes“ kam es darauf an, dass die Kandidaten einem französischen Wort schnell das passende Bild zuordnen.
Im zweiten Durchgang war ihre pantomimische Ader gefragt. Dabei legten sich die Kandidaten mächtig ins Zeug. „Vor dem Treffen waren die Schüler eher reserviert, vielleicht sogar ein bisschen ängstlich, aber nun sind sie begeistert“, bilanzierte Elke Bexter, Französischlehrerin an der Realschule, die das France-Mobil im letzten Jahr erstmals an die Schule holte.
Munter berichteten die Kinder Arnould von Jahresgastschülern und Freunden aus dem Kongo und aus Syrien. „Französisch wird überall auf der Welt gesprochen“, bekräftigte der Lektor. Auch die Französisch lernenden Schüler der 6. und 7. Klassen kamen in den Genuss einer motivierenden Stunde mit dem sympathischen Arnould. Mit Musik, Reiseflyern und Spielen nahm er die Jugendlichen zumindest virtuell mit nach Frankreich. „Falls die anfängliche Begeisterung abzuflauen droht, erneuert der Besuch des France-Mobils erfahrungsgemäß die Lust an der fremden Sprache“, weiß die Lehrerin.
„FranceMobil“ ist ein Programm des Institut français Deutschland, des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) und der Robert-Bosch-Stiftung. Für Schulen ist der Besuch kostenlos.
Noch ein Bild vom Besuch auf www.noz.de